Dämmung
Am Dienstag den 02.08. erhielten wir von Hr. Stetter eine ausführliche Einweisung in unsere Eigenleistungen. Wir haben uns aus freien Stücken dafür entschieden, einen Großteil unseres Urlaubs dafür investieren zu wollen. Nun, nachdem über die Hälfte des Urlaubs schon vorüber ist, müßen wir uns wohl korrigieren - der kompletten Urlaub (plus noch einiges mehr) wird für Eigenleistungen draufgehen. Aber wir wissen ja, für wen wir's machen.
Wir sind gerade dabei das Dach mit der Holzisolierung zu dämmen. Pro Paket sind immer zwei Platten mit einer Größe von ca. 150 x 22 cm enthalten. Diese müssen auf das richtige Zwischensparrenmaß mit einem Aligator (im Prinzip ein elektrisches Brotmesser) zugeschnitten werden. Da die Sparren nicht immer exakt den gleichen Abstand zueinander haben, müssen wir zur Sicherheit jede Platte separat ausmessen. Unsere anfängliche Meinung, man(n) könne die Platten ja mit entsprechendem Krafteinsatz zwischen die Sparren drücken, ist leider falsch. Maximal 0,5 cm lassen sich durch kräftiges Drücken gewinnen, mehr ist leider nicht drin. Zudem arbeiten wir im Dachspitz auf ordentlichen Höhen, da drückt es sich von Natur aus etwas bescheidener. Sauberes Ausmessen und exaktes, geradliniges Zuschneiden ist demnäch entscheidend über Erfolg oder Frust.
Heute haben wir zum Glück von der Firma MANN noch ein paar Böcke mit Böden bekommen. Damit haben wir eine Arbeitsbühne von ca. 3 m Höhe. Die gesamte Konstruktion wackelt zwar ordentlich hin und her, soll aber Dank der breiten Füße nicht umzuschmeißen sein. Darauf setzen wir dann noch unsere 7-Stufen Leiter und reichen dann bis zum Dachfirst. Nichts für schwache Nerven oder Bauherren mit Höhenangst.
Unser Ziel ist es, das komplette Dach bis zum Wochenende fertig gedämmt und mit der Dammbremse verschlossen zu haben.
Unser bisheriges Fazit bzw. Empfehlung:
Das Zuschneiden der Dämmplatten und speziell auch das Anbringen der Dämmung zwischen den Sparren ist äußert staubig und empfiehlt sich daher nicht unbedingt Bauherren, die asthmatische oder allergische Probleme haben. Bei mir führte dieser "Feinstaub" zu einem allergischen Ausschlag an Händen, Unterarmen und im Bereich des Halses. Außerdem muss man oft in "luftigen Höhen" ungewohnte Arbeit verrichten, dies birgt ein nicht zu unterschätzendes Unfallrisiko. Also im Zweifel lieber von den Fachleuten der Baufirma durchführen lassen. Wir glauben mittlerweile, dass dies gut investiertes Geld ist.
Den nächsten Bericht, dann aber wieder mit vielen staubigen Luftaufnahmen und einer fertig gedämmten Decke, gibt es daher erst am kommenden Sonntag, den 15.08.2010.
Wiedersehen macht Freude!







