Diese Tage wurde die Fußbodendämmung auf unseren Boden verlegt. Die zahlreichen Rohre -seis Wasser oder Elektro- wurden dabei ausgespart und mit einer Ausgleichsschüttung verfüllt.
Mag auf den ersten Blick etwas komisch ausschauen, ist aber der spätere Stromanschluss für unseren Kochinsel.
Blick von der Speis in die Küche
In diesem Heizungskreisverteiler wird es später noch recht eng zugehen. Allein für das Wohn/Esszimmer zählen wir 6 Kreisläufe.
Auf die erste Styropordämmung (Wärmeschutz) wird eine Folie ausgelegt.
Auf die erste Styropordämmung kommt dann noch eine weitere, dünnere und weichere Dämmung. Diese soll für eine bessere Trittschallreduzierung dienen. Auf dieser oberen Dämmung wird dann mit Klammern die Rohre für die Fußbodenheizung festgetackert.
Blick ins Bad im Obergeschoss. Der Bereich der Badewanne wurde ausgespart.
Ein Blick in unseren Technikraum. Dort soll später mal die Wärmepumpe Platz finden. Aktuell werden die wenigen m² als willkommene Abstellfläche verwendet.
Im Keller kommt als unterste Schicht eine 1-2 mm starke wasserabweisende Folie zum Einsatz.
Notwendiges Werkzeug um den Fußbodenheizung zu verlegen
Nein, keine Hornhautkrümmung oder schlechtes Objektiv mit Verzerrungen, der Fußboden wellt noch deutlich unter dem Zug der Rohre. Wir denken und hoffen dass durch das Gewicht des Estrichs der Fußboden schön eben sein wird.
Garage
Freitag, den 29. Oktober 2010 um 00:00 Uhr | Author: Oliver Niederer
Die Garage, mittlerweile fast komplett verputzt, war lange Zeit bevor überhaupt ein Stein des Fundaments gesetzt wurde, unser größtes Sorgenkind. Es war immer geplant die Garage, den Windfang und unser Haus miteinander zu verbinden. Durch einen Planungsfehlers des Architekten, der schlicht das vorhandene Geländeniveau (leichtes Gefälle, ca. 1,10 m) ignoriert hatte und durch die geltenden Gesetze bzgl. Grenzbebauung kam es zu einem Baustopp. Nur durch die Bereitschaft unserer netten Nachbarn konnten wir nach der Erstellung einer Tektur (selbstverständlich kostenpflichtig) und deren Genehmigung unseren Bau fortsetzen. Ich möchte hier auch ausdrücklich das Landratsamt loben, das unbürokratisch und schnell reagiert hat. Der Baustopp war somit nicht wirklich ein Hindernis.
Wir haben mit den Nachbarn vereinbart, die Garage um 0,5 m von der Grenze wegzusetzen. Ein Kompromiss mit dem wir sehr gut leben können, den eine wirkliche Alternative gab’s nicht, das Haus stand bereits. Nun aus Fehlern lernt man und unser Fehler in dieser Sache war den Experten, in diesem Fall der Architekt, zu vertrauen. Selbst wenn man tausende von Euro’s für eine Leistung zahlt darf man nicht davon ausgehen, dass man eine perfekte Leistung bekommt. Wer nicht mitdenkt und kontrolliert ist zuletzt der Angeschmierte.
So, nachdem nun die Frustbewältigung aufgearbeitet wurde, nun ein paar hoffentlich interessante Bilder von unserer Garage.
Zuerst wurden Streifenfundamente mit einer Höhe von ca. 1 Meter gemauert . Der Innenraum wurde mit Stein und Erde aufgefüllt und verdichtet.
Der nächste Schritt bestand im aufstellen der Schalung für die Nordwand. Unsere Garage ist eine Kombination von betonierten und gemauerten Wänden und besteht in der Windfangseite (Hausseite) aus einem Holzständer. Klingt etwas verwirrend, aber wenn man das Endprodukt mal gesehen hat, dann versteht man’s besser.
Unser Garagenboden ist flügelgeglättet. Eine spezielle Schleifmethode, die während der ersten Stunden nach dem Gießen des Bodens angewendet werden muss. Bei diesem über mehrere Stunden hinweg dauernden Prozess, sollte es nicht regen...unser Lieblingsthema.
Zum Schluss kommt noch eine dünne Folie über den noch weichen und nassen Boden drüber. Die Folie konserviert quasi die Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum, ein zu schnelles Austrocknung und somit eine Rissebildung soll somit verhindert werden.
Wenige Tage später wurden die Wände gemauert. Da unsere Garage vorne und hinten ein Garagentor besitzt und die Windfangwand in Holz realisiert wird, eine überschaubare Arbeit.
Auch unser Windfang wird nun Zug um Zug weiter fertiggestellt.
Diese L-Winkel mit einer Höhe von 1 Meter wurde entlang unserer nordlichen Grenze verbaut, um das unterschiedliche Geländeniveau abzusichern.
Weitere Bilder von der Garage folgen bald.
Der Kamin
Mittwoch, den 18. August 2010 um 00:00 Uhr | Author: Oliver Niederer
Mittlerweile wurde der Kamin gemauert. Die einzelnen Elemente wurden Stein für Stein aufeinander gesetzt und mit Mörtel verbunden. Der Kamin ist bis auf das Fundament im Keller nicht fest mit dem Haus verbunden ist (nirgendwo fest angemauert sondern freistehend), damit er bei minimalen Bewegungen des Haus kein Schaden nimmt.
Dieses Bild zeigt den Kamin "kurz" vor dem Dachdurchbruch. Aufgenommen in unserem Technikraum (=Dachboden). Eine Herausforderung wird noch das Dämmen unterm Dach hinterm Kamin sein. Eigentlich ist das Dämmen unsere Aufgabe (Eigenleistung), aber in diesen Spalt (im Bild nicht sichtbar, hinterm Kamin in Richtung Dach) passen gerade mal ein paar Finger. Gedämmt werden muss aber nicht seitlich am Kamin sondern dahinter. Eigentlich keine Aufwand, hätte man dies beim Aufstellen des Kamins gleich mitgemacht, nun aber schon. Mal sehen was sich die Firma MANN hier einfallen lässt.
Solange es noch möglich ist (keine Ziegel auf unserem Dach) genießen wir ab und zu die herrliche Aussicht von hier oben. Diesmal nutzten wir die Möglichkeit, um unseren neuen Kamin aus der Nähe zu begutachten.
Es ist ein raumluftunabhängiger Kamin von ERLUS, speziell bei Niedrigenergiehäusern mit luftdichter Hülle ein gewisser Vorteil (Stichwort: Unterdrucksensor). Aber nur wenn der verantwortliche Kaminkehrer mitspielt ...
So sauber wird der Kamin hoffentlich nicht mehr lange sein, denn wir wollen ja schnellstens unseren noch nicht vorhandenen, geschweige den ausgesuchten und gekauften Schwedenofen in Betrieb nehmen. Er soll mit großen Scheiben ausgestattet sein, sodass wir das Feuer vom kompletten Küchen/Essen und Wohnbereich einsehen könnten. Mal schauen wie weit sich unsere Wünsche realisieren bzw. finanzieren lassen.
Noch hat der Kamin eine weiße "Weste". Wie gesagt, hoffentlich nicht mehr sehr lange.
Dämmung, die zweite
Sonntag, den 15. August 2010 um 22:00 Uhr | Author: Oliver Niederer
Mit etwas Verspätung wieder ein Update zu unseren Dämmarbeiten. Mit dem OG sind wir eigentlich fertig (gewesen, dazu in den nächsten Tag mehr), aber die bebilderte Darstellung sind wir noch schuldig geblieben. Hier nun ein paar Impressionen rund um's Dämmen im Holzhaus.
Ganz wichtig wenn man sich die Arbeit nicht unwesentlich erleichtern möchte, ist ein akurates Ausmessen und Zuschneiden der Dämmmatten. Da die Sparen nicht im exakt gleichen Abstand zueinander verlegt worden sind und die Sparen selber auch nicht 100% geradlinig verlaufen, mußte für fast jede Matte genau Maß genommen werden. Denn kaum mehr wie 1 cm kann die Dämmmatte komprimiert bzw. gestaucht werden.
Nach kurzer Einschwingphase lief dies aber reibungslos und man bzw. meine Frau hatte den Bogen raus, wieviel sie zum absolut gemessenen Maß noch dazugeben mußte, um eine gut sitzende Dämmplatte zuzuschneiden.
Technisch wurden wir vom Aligator gut unterstützt.
Besonders kniffelige und zeitraubende Ecken beim Dämmen sind die schlecht zu erreichenden, schmalen im First sitzenden Spalten oder wie hier im Bild zu sehen, die Ecke, wo das Stabilisierungsband mit der Wand fixiert ist. Wichtig ist hier wirklich eine gute Dämmung des Metallbandes hinzubekommen, denn sonst holt man sich hier schnell eine Kältebrücke mit Kondensationsgarantie ins Haus.
Ich denke aber wir haben die Gefahr bestens gebannt.
Das Bild zeigt den Verlauf des Stabilisierungsbandes, aufgenommen in der Empore bzw. Technikraum (Dachboden)
Empore isoliert und die Dampfbremse fertig und luftdicht abgeklebt.
Das Bild zeigt unseren Flur im OG mit Rieselschutz, damit das spätere Anbringen der Installationsebene angenehmer und staubfreier vonstatten geht kann.
Der Übergang der Vario Dampfbremse vom Dach auf das Flachdach Gaube war seeeehr zeitaufwendig, da wir um die Balken herum abkleben mußten. Beim Abkleben haben wir sehr darauf geachtet, keine unnötigen Falze in die Folie einzubringen. Jede Überlagerung birgt die Gefahr, dass der Stoß bzw. Anschlußstelle nicht perfekt luftdicht abgeschlossen sind.
Regenbogen
Donnerstag, den 12. August 2010 um 17:55 Uhr | Author: Oliver Niederer
Nachdem uns und wahrscheinlich auch Euch der Regen die letzten Wochen nicht unbedingt immer viel Freude gemacht hat, so zeigte sich die Natur am Donnerstag (wieder nach einigen heftigen Regenschauern) diesmal durchaus spekakulär.
Auf der Heimfahrt konnten wir dieses beeindruckende Naturschauspiel von der Autobahn beobachten. Besonders beeindruckend waren dabei die abwechselnden Bereiche von sonnendurchfluteten Gebieten und Bereichen, wo es gerade augenscheinlich kräftig regnete. Das wahre Lichtspektrum kommt im Foto nur bedingt rüber, wir haben aber selten einen derart kräftig leuchtenden Regenbogen gesehen wie an diesem Tag.